Cast & Crew

Liebe Filmfreunde,
wir sind ständig bemüht, diese Seite zu aktualisieren und interessante Informationen zum Film für Sie bereitzustellen.
Bitte haben Sie Verständnis und etwas Geduld, wenn (noch) nicht alles "aus einem Guß ist". Dafür bieten wir Ihnen Überraschendes und viele Infos ganz aktuell und "aus erster Hand".

Viel Freude beim Stöbern...
... wünscht das Team der TAO Cinemathek


Cast...
Henry Czerny - Neale Donald Walsch
Vilma Silva - Leora
Bruce Page - Fitch
Abdul Salaam El Razzac - Chef
Zillah Glory - Carly
Ingrid Boulting - Sunny
Joe Ivy - Bob Friedman
Michael Goorjian - Roy "The Morning Boy"
Carolyn Hennesy - Sharon
Jerry McGill - Oscar
Ruth DeSosa - Georgia


Crew...
Stephen Simon
Neale Donald Walsch
Gay Hendricks
Eric Delabarre
Viki King
Dennis Connors  Herstellungsleitung
Gary Kout  Produktionsleitung
Sherril Schlesinger  Film Editor
Emilio Kauderer  Composer
Joao Fernandes  Production Designer 
Muriel Stockdale  Kostüme
Renee Prince  Produktionsdesign
Laney D’Aquino  Ausstattung, Szenenbild


HENRY CZERNYHENRY CZERNY (Neale Donald Walsch)
Ich wollte aus inhaltlichen Gründen gern bei Gespräche mit Gott dabei sein. Als ich das Drehbuch und dann die Vorlage gelesen hatte, war mir klar, dass hier viele meiner eigenen Gedanken auf den Punkt gebracht wurden. Hier hatte ich jetzt endlich etwas, in wunderschöner Knappheit und Dichte abgefasst, woran sich meine eigenen Gedanken orientieren konnten. Als Geschichtenerzähler möchte ich gern an Produktionen beteiligt sein, die etwas von meinem eigenen tiefen Empfinden zum Ausdruck bringen, und in den Gesprächen sah ich eine Geschichte, die seit Jahrhunderten darauf wartet, dass sie erzählt wird.
Ich glaube, dass diese Geschichte Menschen ähnlich ansprechen kann, wie vor Urzeiten aufgeworfene Berge jemanden ansprechen, der bis dahin nur Prärie kannte – so unabweisbar, beinahe tastbar real, wahr und universal gültig ist sie. Es liegt wohl in unserem Wesen, dass Natur uns so anspricht, denn hier geht es um das, was wir wahrhaft sind – kein Individualist oder heldenhafter Einzelkämpfer,–, sondern wir alle zusammen.
Es hat in der Geschichte der Menschheit sicher nie eine Zeit gegeben, in der wir ohne inspirierende Botschaften als Motor unserer Evolution ausgekommen wären. In Gespräche mit Gott gelingt es Neale, den Sinn seiner Reise für uns alle nachvollziehbar zu machen. Er begreift, warum er all das durchmachen musste. Und seine Reise ist auch unsere. So ist die Entstehungsgeschichte des Films außergewöhnlich, zugleich aber alles andere als exklusiv.

Henry Czerny
Los Angeles


...in Toronto geboren, erhielt Henry Czerny seine Ausbildung an der National Theatre School und gilt dort heute als einer der angesehensten Bühnenschauspieler. Den Durchbruch schaffte er mit seiner darstellerischen Leistung in The Boys of St. Vincent (Die Opfer von St. Vincent), für die er 1994 den Kanadischen Gemini als bester Schauspieler erhielt. Seitdem reißen die Angebote für Kino- und Fernsehfilme nicht ab. So war er der clevere CIA-Chef, mit dem es Harrison Ford in Das Kartell (1994) zu tun hatte, und sein eindrucksvolles filmisches Schaffen umfasst Titel wie Notes from the Underground (1995), Mission Impossible (1996), Der Eissturm (1997), Kayla – mein Freund aus der Wildnis (1998), Der Exorzismus der Emily Rose (2005), Fido (2006) und Der rosarote Panther (2006).

Über einen Monat nach dem Abschluss der Filmarbeiten berichtete Henry aus seinem Heimatort Los Angeles: „Die Arbeit an Gespräche mit Gott schwingt noch jeden Tag in mir nach, und die Intensität will offenbar nicht abnehmen. Eher scheint die Erfahrung sich in immer mehr Bereiche meines Lebens auszuwirken, und das bedeutet seltsamerweise, dass die Anforderungen für mich wachsen. Ich glaube, diese Arbeit wird für mein weiteres Leben richtungweisend sein.“
„Mir würden die Adjektive ausgehen“, sagt Stephen, „wenn ich Henry als Schauspieler und als Menschen beschreiben wollte. Die Aufgabe, Neale im Film darzustellen, hat ihm wirklich alles abverlangt. Schon vom Umfang her ist die Rolle gewaltig, da Henry von wenigen kleinen Ausnahmen abgesehen in jeder Szene vorkommt. Außerdem wird ihm eine unglaubliche Bandbreite abverlangt, da er Neale als völlig heruntergekommenen Obdachlosen und in der Phase des Erfolgs und Ruhms dazustellen hat. Und die Tatsache, dass er eine lebende Person darstellt, ist sicher auch eine Herausforderung der besonderen Art. Henry traf jeden Augenblick mit untrüglichem Rhythmusgefühl.

Seine Leistung ist schon kaum noch als außergewöhnlich zu bezeichnen. Und jeder Augenblick war ihm seinen vollen Einsatz wert – bei jeder Einstellung, in jeder Szene, für den Film, für seine eigene Rolle und für alle anderen Schauspieler. Seine Großherzigkeit gegenüber allen Kollegen war entscheidend für die darstellerische Gesamtleistung und ihre Ausstrahlung. Wenn du Henry spielen siehst, wirst du Zeuge der äußersten Zuspitzung dieser Kunst.
Wenn man eine Entsprechung zu Henry als Schauspieler sucht wird man auf den Menschen Henry stoßen. Ich betrachte mich als Glückspilz, dass ich diese Wochen mit ihm zusammen sein konnte. Ein absolut professioneller Schauspieler, ein durch und durch menschlicher Mensch. Statt all der Egotrips, die im Hollywood-Business immer mitlaufen und alles unterwandern, erlebt man Henry nie anders als freundlich, positiv, liebevoll, warmherzig und mitfühlend. Unsere Zusammenarbeit und Freundschaft bedeuten mir sehr viel.“

Henry Czerny, in Toronto geboren, erhielt seine Ausbildung an der National Theatre School und gilt dort heute als einer der angesehensten Bühnenschauspieler. Den Durchbruch schaffte er mit seiner darstellerischen Leistung in The Boys of St. Vincent (Die Opfer von St. Vincent), für die er 1994 den Kanadischen Gemini als bester Schauspieler erhielt. Seitdem reißen die Angebote für Kino- und Fernsehfilme nicht ab. So war er der clevere CIA-Chef, mit dem es Harrison Ford in Das Kartell (1994) zu tun hatte, und sein eindrucksvolles filmisches Schaffen umfasst Titel wie Notes from the Underground (1995), Mission Impossible (1996), Der Eissturm (1997), Kayla – mein Freund aus der Wildnis (1998), Der Exorzismus der Emily Rose (2005), Fido (2006) und Der rosarote Panther (2006).

Wer die Rolle des Neale bekommen würde, das war natürlich die Frage, die mich am meisten interessierte. Als sich herausstellte, dass es Henry Czerny sein würde, war ich total begeistert. Ich hatte ihn schon in anderen Filmen gesehen uns wusste um seine Stärken als Schauspieler. Was mir aber erst ein so richtig gutes Gefühl gab, war Stephens Bemerkung, dass Henry auch inhaltlich einen engen Bezug zu unserem Stoff hatte.
Es kommt nicht jeden Tag vor, dass du einem Mann zusehen kannst, der dich in einem Film spielt. Ich weiß, ich reite ein bisschen darauf herum, aber ich möchte irgendwie verständlich machen, was für eine unglaubliche Situation das ist. Mir wurde auch klar, dass mich diese Casting-Frage innerlich weitaus mehr beschäftigte, als mir lieb war. Du willst ja nicht von jemandem gespielt werden, der keinen echten Zugang zu dir als Mensch und zu deinen Grundüberzeugungen hat. Deshalb hörte ich mit Erleichterung, dass Henry mit vielem von dem übereinstimmte, was ich in Gespräche mit Gott geschrieben hatte. Es tat mir auch nicht weh, dass er so gut aussieht. Es ist ja nicht falsch, sich um größtmögliche Ähnlichkeit mit dem Original zu bemühen, hm?

Kennen gelernt habe ich ihn schließlich im Ashland Springs Hotel. Stephen hatte mich gebeten, doch einmal auf einen Plausch vorbeizukommen. Als ich beim Hotel ankam, sah ich Henry in voller Ausstattung als obdachloser Neale neben dem Eingang an der Mauer lehnen. Ich konnte kaum fassen, wie ähnlich er mir tatsächlich sah, vor allem im Profil.

Wir setzten uns in die Lobby und sprachen etwa eine halbe Stunde miteinander, und danach habe ich ihn bis zum vorletzten Drehtag nicht mehr gesehen. Wie gesagt, ich habe die Schauspielerei selbst sehr ausgiebig betrieben, aber kaum im Film, sondern hauptsächlich in Provinz- und Dinner-Theatern. Ein wenig kenne ich also von der Schauspielkunst. Deshalb kann ich sagen, dass ich mir eines ganz bestimmt nicht wünsche: einen Menschen spielen zu müssen, der leibhaftig vor mir steht. Eine fiktive Gestalt zu spielen kann anspruchsvoll genug sein; bei einer lebenden Person, an der man dann später gemessen wird, ist das noch erheblich schwieriger. Als Schauspieler würde ich es unfair finden, wenn ich mich solchen Vergleichen schon in dem Stadium stellen müsste, wo ich gerade erst versuche, die Rolle zu gestalten. Und dem wollte ich Henry gar nicht erst aussetzen. Hätte ich auch gar nicht können, denn Stephens Weitblick hatte die Situation schon erfasst, so dass wir auch hier wieder einer Meinung waren: Ich würde mich während der Hauptdreharbeiten nicht mehr am Set blicken lassen.

Henry selbst hatte für sich längst entschieden, dass er mich nicht „klonen“ würde. Er wollte mich so porträtieren, wie er mich sah und empfand. Unter diesen Voraussetzungen ist es schon beinahe unheimlich, wie nah er mir in manchen Szenen in Aussehen, Gestik und Mimik kommt. Alle, die mich gut kennen, bestätigen das (eines meiner Kinder sagte nach dem Film: „Mann, genau diesen Blick kenne ich bei Papa auch“), und auch ich muss zugeben, dass Henrys Porträt mir in manchen Augenblicken gespenstisch ähnlich sieht.

Am Vorabend des letzten Drehtags fand ich mich wieder am Set ein, um Henry zu danken und mich von ihm zu verabschieden. Ich hatte das Gefühl, dass eine tiefe Verbindung zwischen uns entstanden war. Dieser Mann hatte sich ganz auf die Rolle als ich eingelassen, hatte sie so „real“ durchlebt, wie es einem guten Schauspieler wie ihm möglich ist – und all das, anders als ich, in gerade mal sechs Wochen, einer Zeit, in der eine hoch emotionale Szene die nächste jagte.
So standen wir an diesem letzten Abend da und blickten einander nur wortlos in die Augen. Was hätten Worte auch unseren Blicken noch hinzufügen können, die sagten: Danke, Bruder. Danke. 

go-to-top

VILMA SILVAVILMA SILVA (Leora Garcia)
Stephen sah Vilma bei einer Produktion des Oregon Shakespeare Festival, wo sie seit 1994 immer wieder Hauptrollen spielte. „Ich lud Vilma zum Vorsprechen ein“, erzählt Stephen, „aber das war eigentlich nur noch eine Formalität. Als ich gesehen hatte, wie sie in Gibraltar die Bühne beherrschte, wusste ich schon, dass sie in Gespräche mit Gott die weibliche Hauptrolle spielen würde, Leora. Bei Vilma findet man diese einzigartige Kombination von Naturtalent, Schönheit, Witz und Kraft, die förmlich von der Leinwand sprüht. Und hoch professionell ist sie auch noch. Von der ersten bis zur letzten Szene war sie vollkommen textsicher – der Traum jedes Regisseurs.“
Vilma war Stephen vorher noch nie begegnet, aber eine ihrer absoluten Lieblingsszenen stammt aus Stephens Film Hinter dem Horizont, wo Robin Williams als Chris Nielsen in den Himmel kommt und dort von seinem Hund empfangen wird. Auch Vilma hofft ihren heiß geliebten Hund so wiederzusehen.
Die Film-Leora erkennt durch ihre Beziehung zu Neale, was für Kompromisse sie in ihrem Leben gemacht hat, und in dieser Einsicht findet sie mehr und mehr zu sich. Hier sieht Vilma eine Parallele. Trotz ihres Theaterstudiums arbeitete sie sieben Jahre im Bankfach, bis sie feststellte, dass Sicherheit keine gute Wahl war, wenn sie dafür ihre Leidenschaft, das Theater, hintanstellen musste. Sie wünschte sich ein lebendigeres, ein sinnerfülltes Leben. Bei der Lektüre der Gespräche mit Gott fragte sie sich: „Wie wäre für dich der Himmel?“ Und da lautete die Antwort einfach: Kunst. Als Schauspielerin im spirituellen Kino, sieht sie den Horizont der Erfahrung jetzt immer weiter werden. „Wir sind dabei“, sagt sie, „die Mittelsmänner aus unserer Beziehung zu Gott herauszunehmen.“

Leora ist eine aus mehreren realen Personen zusammengesetzte Figur im Film, und Vilma spielt sie wunderbar. Etliche Menschen in meinem Leben werden sich in dieser Rolle wiedererkennen. Einer dieser Menschen ist die Dame, die so großzügig war, mir das erste Manuskript praktisch umsonst zu tippen (ich glaube, ich habe ihr ab und zu einmal 15 Dollar gegeben). Das werde ich ihr nie vergessen, und sie bekommt nach wie vor einen kleinen Teil der Tantiemen für Band eins der Gespräche mit Gott. Auch meine Terminplanerin Rita Curtis, deren Mithilfe mehr als einmal an Drehorten außerhalb der Stadt benötigt wurde, gehört zu diesem Personenkreis. Die dritte Person ist die wundervolle Frau, die ich nach jenem ersten Autorenvertrag heiratete und die bei so vielen Lesungen und Autogrammstunden dabei war. Nancy war immer um mich, verfolgte das Geschehen als Zuschauerin wie Vilma im Film und gab mir jederzeit und in jeder Hinsicht den Rückhalt, den man in solchen hektischen Zeiten benötigt.
Hätten wir diese „Gestalten“ meines Lebens im Film einzeln auftreten lassen, wäre die Story viel umständlicher zu entwickeln gewesen und wir wären unweigerlich in Richtung einer filmischen Biografie abgedriftet – genau das, was wir nicht wollten. Also sind wir einfach ein wenig vom tatsächlichen Verlauf abgewichen, verschmolzen drei Personen zu Leora, was der Länge des Films zugute kam und uns die Möglichkeit gab, die ganz persönlichen Momente zwischen Mann und Frau aus dem Film herauszuhalten.

Am Set war sie überrascht, mit wie viel Entgegenkommen sie von Schauspielern und Angehörigen des Produktionsteams behandelt wurde. Als Bühnenschauspielerin wusste sie vor allem zu schätzen, wie einfühlsam Stephen sie an die ungewohnte Situation bei Nahaufnahmen heranführte. Auch Henry, sagt sie, war ihr eine große Hilfe, was den Umgang mit Requisiten bei diesen Nahaufnahmen angeht.
Als Bühnenschauspielerin, wir erwähnten bereits das Oregon Shakespeare Festival, ist Vilma außerdem in Birmingham und London aufgetreten und in den Vereinigten Staaten unter anderem im La Jolla Playhouse in San Diego, im Actors Theatre von Louisville, im Dallas Theatre Center, in The Group Theatre von Seattle und im American Conservatory Theatre. Im Fernsehen hat sie bei Produktionen für die Hallmark Hall of Fame und für NBC tragende Rollen gespielt.  

go-to-top

BRUCE PAGEBRUCE PAGE (Fitch)
Viele Schauspieler wollten bei diesem Film mitwirken, weil sie die Gespräche mit Gott gelesen hatten und bei der Verbreitung ihrer Botschaft mit filmischen Mitteln mithelfen wollten. Bruce hatte an einem von Stephen Simons Workshops teilgenommen, und es war eine Freundschaft entstanden; außerdem besaß er das passende Aussehen und die schauspielerische Erfahrung für diese im Gesamtgefüge des Films sehr wichtige Rolle des Fitch, eines Obdachlosen, der Neale in äußerste Verlegenheit bringt und damit eigentlich zu einem der Auslöser für dessen Durchbruch in eine andere Wirklichkeit wird.
Bruce ist eine große Sensibilität für emotionale Zwangslagen und Zweifel anzusehen. Hier schlagen sich Erfahrungen nieder, die er als Vater eines schwer kranken Kindes gemacht hat. Es hat für die Rolle des Fitch kein Vorsprechen gegeben, und Stephen hat nie einen anderen Schauspieler auch nur in Betracht gezogen. Die Rolle selbst wurde direkt für Bruce als Ausführenden konzipiert.

Stephen sagt: „Als wir uns im Januar 2005 trafen, um die Figur zu besprechen, aus der schließlich Fitch wurde, fiel mir sofort Bruce ein, und von da an entwickelten wir diese Rolle im Hinblick auf Bruce als Darsteller. Ich rief ihn an und sagte, wir seien dabei, eine Rolle für ihn auszutüfteln – ich bin aber nicht sicher, ob er mir so richtig glaubte. Bruce ist einer dieser großen Helden des Filmgewerbes, dessen Lied niemand singt. Ein glänzender Schauspieler von überragender Vielseitigkeit, der ständig denkend, fühlend und spürend jedem Augenblick neue Tiefen und Schattierungen abgewinnt. Nachdem wir ihm den ersten Entwurf des Drehbuchs geschickt hatten, antwortete er mit einer genauen Analyse der Umstände und Hintergründe von Fitchs Leben: seine Herkunft, wodurch er in das Obdachlosenlager gekommen war – einfach alles. Die Kameradschaft mit Neale ist für den Film von großer Bedeutung, und wir hätten das ohne Bruce nicht so gestalten können.“
Bruce ist als Schauspieler an beiden Küsten der Vereinigten Staaten gefragt, er hat die letzten 15 Jahre viel in der Gegend von Boston und Los Angeles gearbeitet. Er hatte Bühnenrollen an Off-Brodway-Theatern und drehte einen viel beachteten Werbespot für die ursprünglichen Extreme Games. Er gehörte zu Clint Eastwoods Besetzung für Mystic River (2003), spielte eine Charakterrolle in Ring of the Bishop (2004) und war in den Serien Brotherhood und The Hill zu sehen.
Über die Zusammenarbeit mit dem Regisseur sagt Bruce: „Stephen besitzt ein Einfühlungsvermögen, das sich auf dich überträgt. Er stellt sich zurück, aber er hält nichts zurück. Ein hochbegabter Mensch, und so überaus zugänglich. Das ist es, was Schauspielern die nötige Sicherheit gibt, um wirklich ihr innerstes Fühlen zum Ausdruck zu bringen. Als wir uns das erste Mal am Set sahen, empfing er mich, warmherzig und freundlich wie immer, mit den Worten: ‚Na, glaubst du mir jetzt?’“

Ich war einen Nachmittag lang mit Bruce zusammen, als die Szenen im Obdachlosenlager gedreht waren und das Lager abgebaut wurde. Es war eines der besonderen emotionalen Erlebnisse im Zusammenhang mit diesem Film. Das Set war wirklich atemberaubend, bis hinunter ins kleinste Detail. Bruce, der dort etliche Szenen zu spielen gehabt hatte, wusste jetzt recht gut, wie sich die Realität dort angefühlt haben mochte. Wir gingen das Set noch einmal ab und sprachen … na ja, über das Leben eigentlich, mehr über das Leben als über den Film. Die Crew kam auf den Gedanken, ich solle das erste Stück vom Set abbauen, das Zelt, in dem ich damals gehaust hatte. Bruce sah mir dabei zu. Für mich war es eine geradezu therapeutische Erfahrung. Ich war in gewisser Weise wieder in dieser längst vergangenen Zeit, die ich jetzt symbolisch zerlegte: einer schwierigen Zeit ohne ein Zuhause, ohne ein Dach über dem Kopf, nur dieses Zelt. Bruce und ich erlebten an diesem Tag zusammen einen ganz besonderen Augenblick, der uns sehr tief verband. Und was ich noch an ihm liebe, ist seine Arbeit in diesem Film. Was für ein durch und durch glaubwürdiges Porträt! 

go-to-top

ABDUL SALAAM EL RAZZACABDUL SALAAM EL RAZZAC (Chef)
Abdul ist ein hochgewachsener Mann, der einem direkt in die Augen blickt und ein unvergessliches Gesicht hat. Am Veterans Day 2005 empfing er während der Filmarbeit einen anderen Vietnam-Veteranen in seinem Set-Wohnwagen, und die beiden führten ein ernstes Gespräch über ihre gemeinsamen Erlebnisse. Abdul kann Shakespeare-Rollen so selbstverständlich spielen wie völlig heruntergekommene Typen aus seiner Kindheit in St. Paul, Minnesota. Seine schauspielerische Präsenz und Bandbreite kann man im Fernsehen – zum Beispiel bei Star Trek: Das nächste Jahrhundert, General Hospital, Becker und Frazier – genauso bewundern wie in Kinofilmen, zum Beispiel Pretty Woman, Glory, Malcolm X und Terminator 2: Tag der Abrechnung.
Als Bühnenschauspieler hat Abdul das African-American Penumbra Theatre in St. Paul mitbegründet. In Los Angeles bekam er für seine Inszenierung von Oliver Mayers Joe Louis Blues den DramaLogue Award für die beste Regie, und seine Darstellung des Toledo in Ma Rainey’s Black Bottom brachte ihm den Drama Critics Award ein.
Es erwies sich als ein Segen für die Produktion der Gespräche mit Gott, dass Abdul gerade in Ashland war und bei einer Produktion von Ma Rainey im Rahmen des Oregon Shakespeare Festival den Toledo spielte.

„Das Shakespeare-Festival hier in Ashland war für uns eine wahre Talent-Fundgrube“, sagt Stephen. „2005 habe ich mir hier sowieso alle Stücke angesehen und ganz bewusst nach Schauspielern für die Rollen in unserem Film Ausschau gehalten. In Ma Rainey war ich mit Joao. Schon nach zehn Minuten habe ich Joao angestupst und geflüstert: ‚Na, das ist doch Chef, oder?’
Abdul war sofort bereit, an Bord zu kommen, und nicht nur als Chef, sondern als treuer Freund und Verbündeter. Er half mir beim Aussuchen weiterer Schauspieler und war oft beim Vorsprechen dabei, wenn er nicht sogar selbst fürsorglich den Stichwortgeber machte. Darüber hinaus sehe ich Abdul als einen modernen Philosophen-König (dafür werde ich einiges von ihm zu hören bekommen). Wirklich, dieser Mann weiß, wovon er redet. Er ist eine wahre Schatzkiste an Weisheit und Kenntnissen – Geschichte, Zeitgeschichte, eigentlich alles. Als Schauspieler gehört er wie Bruce Page zu den außergewöhnlichen Begabungen, die einen Regisseur gut aussehen lassen, weil sie wirklich jeden Dreh glänzend meistern. Mein Leben ist durch ihn reicher geworden.“

Ich kann nicht sagen, dass ich mit all den wunderbaren Schauspielern bei dieser Produktion Freundschaft geschlossen hätte, aber in Abdul habe ich einen guten Freund gefunden. Er hat mich zu Hause besucht, wir waren ein paar Mal zusammen essen, und ich hatte das Glück, ihn bei einem großartigen Bühnenauftritt bewundern zu können.
Abdul ist einer, dem man schnell näherkommt. Er gehört zu diesem besonderen Menschenschlag, zu dem man leicht Zugang findet, weil man ohne Vorbehalt eingeladen wird. Dann ist er auch noch ein richtiger Theatermensch, und die liebe ich einfach, weil ich selbst seit meinem zwölften Lebensjahr einer von ihnen gewesen bin. Neben Abduls funkelnder Charakterdarstellung im Film erinnere ich mich besonders gern an seine atemberaubende Darbietung in Ma Rainey’s Black Bottom, die ich im Sommer des gleichen Jahres in Ashland sehen konnte. Hier haben wir einen Schauspieler reinsten Wassers, der einem das Herz höher schlagen lässt … und zurechtsetzt, ohne dass man es auch nur merkt. Will sagen: Man hat bei ihm nicht das Gefühl, dass er etwas „darstellt“. Und so war er auch als Chef. Bravo, mein Freund!

Über die Gespräche mit Gott sagt Abdul: „Wenn du deinen ersten Film machst, bist du noch voller Leidenschaft und kannst es kaum erwarten, allen vor Augen zu führen, was du draufhast. Irgendwann wird es dann aber einfach ein Job, und du machst mit, weil es gutes Geld bringt. Gespräche mit Gott hat mir die Freude an der Filmschauspielerei zurückgegeben.
Es war ein gutes Gefühl, am Set zu sein, die Begeisterung für dieses Projekt hatte alle gepackt. Diese spürbare Verbundenheit hat mich auch daran erinnert, dass Gott in uns allen ist. Was können wir nicht alles erreichen, wenn die Ausdruckskraft, die Verbundenheit und die Leidenschaft da sind! Danke also für die Arbeit an diesem Film. Die Welt braucht ihn.“ 

go-to-top

ZILLAH GLORYZILLAH GLORY (Carly)
Zillah Glory hatte eine Diskussion zwischen Stephen Simon, Neale Donald Walsch und James Twyman über den Film Indigo miterlebt und wusste von da an, dass sie gern mit ihnen zusammenarbeiten wollte. Sie hat ein Theaterstudium an der University of Minnesota abgeschlossen, und ihr Ziel als Schauspielerin ist es, „etwas auf die Beine zu stellen, was den Menschen Anschluss an ihr Herz gibt“. Sie ist derzeit ohne feste Heimatadresse, weil sie für verschiedene Theatertruppen arbeitet, um ihre Kunst zu verfeinern. Dabei erfuhr sie vom offenen Casting für den Film Gespräche mit Gott. Ihre Freunde an der Ostküste sahen es als schieren Wahnsinn, quer durch die Vereinigten Staaten zu reisen, um für diesen Film vorzusprechen. Finanziell war sie so knapp, dass sie bei Freunden in Eugene, Oregon, auf dem Sofa nächtigen musste, bevor sie sich auf den weiten Weg nach Ashland machte. Sie nahm sich vor, dass sie sich die Rolle der Carly „aus dem Kopf schlagen“ würde, um sich ganz auf ihr Vorhaben zu konzentrieren, irgendwie ins spirituelle Kino einzusteigen.
Laurie Farley, die beim Casting die Vorauswahl traf, erkannte das Besondere an Zillah und schickte sie sofort zum Vorsprechen zu Stephen. Zillah staunte nicht schlecht, als sie im besagten Raum auch Neale antraf und ihm sogar die Hand schütteln konnte! Die Gespräche mit Gott hatte sie schon vor einer ganzen Weile gelesen, dafür hatte ihre Mutter gesorgt. Hier stand Neale nun also höchstpersönlich und las sogar eine Szene aus dem Drehbuch mit ihr. Stephen hatte ihr keine Vorbereitungszeit gegeben; er wollte sehen, wie ihre spontane Energie rüberkam. Stephen war so sehr davon überzeugt, seine Carly bereits vor sich zu haben, dass er die übliche Rückrufprozedur umging und Zillah nur am gleichen Tag noch einmal lesen ließ.

In seinen eigenen Worten: „Wir hatten über 600 Anwärterinnen auf die Carly-Rolle, und Zillah war die allererste, die vorsprach. Bei den Olympischen Spielen will man ja lieber zuletzt dran sein, damit die Punktrichter alle anderen schon gesehen haben. Tja, und hier spaziert Zillah herein, gibt ohne jede Vorbereitung eine Vorstellung, dass einem der Verstand stehen bleibt – und dann sitzt du da und überlegst, was du jetzt mit den restlichen 599 Bewerberinnen machst. Sicher, wir haben uns dann ganz aufgeschlossen noch etliche weitere Carlys angehört, aber gegen Zillahs Vorgabe fielen sie alle weit ab. Sie ist ein natürlicher Star von mitreißender Ausstrahlung. Ich sehe sie als eine Schauspielerin, die alle Stärken von Lucille Ball und Reese Witherspoon in sich vereinigt. Was für eine Karriere diese junge Dame vor sich hat!“

Zillahs Mutter hat mit Mut und Durchsetzungsvermögen sieben Kinder großgezogen. Zillah war die Älteste. Mit sieben Jahren durfte sie sich einen Mittelnamen wählen. Sie wählte Glory. Sie arbeitete sich durch die College-Jahre und bleibt unbeirrbar bei der Vervollkommnung ihrer Kunst. Nach Abschluss ihrer Szenen in Gespräche mit Gott kehrte sie zu ihrer Arbeit am Charlotte Repertory Theatre in North Carolina zurück, und dann ging es weiter in die Hauptstadt Washington, wo sie an der Academy for Classical Acting den Mastertitel erwerben möchte. 

go-to-top

INGRID BOULTINGINGRID BOULTING (Sunny)
Ingrid Boulting füllt die Rolle der Sunny mit einer wirklich unter die Haut gehenden Präsenz. Vor 20 Jahren, sie hatte damals eine kleine Tochter, kehrte sie einer  glanzvollen Karriere als Schauspielerin den Rücken und wandte sich einer spirituellen Neugestaltung ihres Lebens zu. Dazu gehörten an zentraler Stelle Yoga und Malerei, zwei Gebiete, auf denen sie heute auch lehrend tätig ist. Als ihr die Sunny-Rolle angetragen wurde, wehrte sie erst einmal ab; sie wollte nicht in das zurück, was sie beim Filmemachen erlebt hatte. Allerdings hatte sie die Gespräche mit Gott gelesen, und so kam es dann doch zu einem Gespräch mit Stephen Simon, in dessen Verlauf er sie von der ganz anderen Art des spirituellen Kinos überzeugen konnte.

Stephen sagt: „Ingrid spielt eine ungemein wichtige Rolle im Film, nicht nur vom Schauspielerischen her, sondern für den inneren Entwicklungsfaden der Story. Sunny nimmt ja zeitlich nicht sehr viel Raum im Film ein, aber die Begegnung mit ihr verändert Neales Selbstwahrnehmung und damit sein weiteres Schicksal radikal. Als Ingrid sich tatsächlich meldete, konnte ich es kaum fassen. Mir war bekannt, dass sie vor vielen Jahren ausgestiegen war, und ich erinnerte mich noch gut an sie. Sie hatte diese perfekte Mischung von Präsenz und etwas Geheimnisvollem, die man braucht, um Sunny zu sein und nicht bloß darzustellen. Wir alle sind stolz darauf, dass Ingrid für die Gespräche mit Gott zum Film zurückgekehrt ist.“

Die Yoga-Praxis gibt uns das zurück, was wir hineinlegen, und in ähnlicher Weise fühlte sich Ingrid vom Drehbuch für Gespräche mit Gott angesprochen, in dem aufgezeigt wird, wie wir die Schichten unseres Lebens eine nach der anderen ablegen. Für sie schreckt der Film vor den mit der materiellen Welt verbundenen Ängsten nicht zurück und macht dem Zuschauer Mut, den Schritt zu tun, der ein entschiedenes, festes Ja zum spirituellen Weg bedeutet. „Wir sind gelandet“, sagt sie. „Wir stehen mit beiden Beinen auf dem Boden.“
Kunst ist für Ingrid der Weg, auf dem man das Leben als eine Folge von Bildern zu sehen lernt – nicht unähnlich dem Film. Als sie Hollywood verließ, war es „ein Sprung ins Unbekannte“, aber jetzt kommt es ihr so vor, als wäre gar keine Zeit vergangen. „Ich hatte ein echtes Ziel vor Augen, als ich mich zur Mitarbeit an Gespräche mit Gott entschloss“, erzählt sie. „Auch mein Vater war schon im Filmgeschäft, aber damals sah ich den Film nicht als Kunstform, sondern als Geschäft. Letztlich war es so, dass ich nicht die Rollen angeboten bekam, die mir wirklich entsprochen hätten.“
Und weiter: „Ich sehe Sunny ähnlich wie Viki King als jemanden, der da ist und uns ebenso klug wie liebevoll hilft, den nächsten Schritt zu tun. Sunny hat selbst eine Menge durchgemacht, deshalb versteht sie Neale und erkennt ihn als einen, der zu einem gewaltigen Schritt der inneren Wandlung bereit ist. Eigentlich sagt sie wie Ram Dass: ‚Sei jetzt hier.’“
Und zur Regie: „Was könnte ich über Stephen sagen? Für jeden Schauspieler ein Traum an Geduld und Vertrauen.“

Ingrid Boulting verbrachte ihre frühe Kindheit in Südafrika. Mit fünfzehn wurde sie von der Zeitschrift Bazaar als Model entdeckt. Fotos von ihr sind in den großartigen Bildbänden von Richard Avedon zu sehen. Mit achtzehn war Ingrid Schauspielerin und mit dem Oxford Playhouse auf Tournee. Sie ist auf der Bühne, im Fernsehen und im Film zusammen mit Schauspielern wie Orson Welles, Laurence Harvey, Olivia de Havilland und Nicole Williamson zu sehen gewesen. Mit Robert de Niro spielte sie in Der letzte Tycoon (1976). 

go-to-top

JOE IVY (Bob Friedman)
Joe Ivy has been a performer and director in theatre, and an actor in film for over 30 years. As a member of AEA, SAG, and AFTRA, he has directed or appeared in over 60 plays and more than 35 film and television productions. He is also a familiar face in commercials.
Over the course of his lengthy career, he has won awards too numerous to mention. Joe has been married to a costume designer/actress for 20 years and has a son who is currently attending college. 

go-to-top

MICHAEL GOORJIANMICHAEL GOORJIAN (Roy “The Morning Boy”)Michael’s is a familiar face in American living rooms, where he was a regular guest star on television series “Growing Pains” (1985) and then as a regular on the ABC hit show “Life Goes On” (1989). At age 22, he snagged his first Emmy Award for Best Supporting Actor as an autistic boy in the CBS TV movie “David's Mother” (1994). And the morning after, he was signed to join Nicolas Cage and Elisabeth Shue in Leaving Las Vegas (1995).
Later in 1994, Michael engaged the role of Justin Thompson in “Party of Five” (1994). His character was so compelling and fan-amiable that his six-episode contract was lengthened to three more years.

In 1997, he took leave of the “Party” scene to become a filmmaker. He wrote and sold screenplays and starred in movies such as SLC PUNK! (1999), SOMETHING MORE (1999), and THE INVISIBLES (1999), which he co-produced. His latest effort , ILLUSION , starring Kirk Douglas, which Goorjian wrote, directed and also stars, and HAPPILY EVER AFTER , both premiered on the festival circuit in 2004. ILLUSION, starring Kirk Douglas, which Goorjian wrote, directed and also stars, and Happily Even After, both premiered on the festival circuit in 2004. Illusion took 1st Place Feature and the Audience Choice Award at the Spiritual Cinema Circle’s first annual Festival-at-Sea, 2005. 

go-to-top

CAROLYN HENNESY (Sharon)
Carolyn Hennesy is a Los Angeles native, who trained at the American Conservatory Theatre and Royal Academy of Dramatic Art. She was the recipient of the 2000 Natalie Schafer Award for Outstanding Comedic Actress, as well as The Los Angeles Drama Critics Circle and Ovation Award for her work in the play The Fan Maroo .
She has been in over 100 theatrical productions spanning the LA regional and international theater scenes. Carolyn is a familiar face on television with regular, guest star and recurring roles on “Girlfriends”, “Misconceptions”, “Barbershop”, “Life of Leisure”, “What I Like About You”, “Half and Half”, and “That ‘70s Show".

Her feature films include BULL RUN, OUTTA SYNC, TERMINATOR 3, LEGALLY BLONDE 2, THE POLAR EXPRESS and WAVE BABES.

Carolyn is also an accomplished writer and currently, is awaiting publication of her series of Young Adult novels: “Pandora: A Chronicle of Miss-Adventures”. 

go-to-top

JERRY McGILLJERRY McGILL (Oscar)
Oscar, der Lagerleiter, war anfangs als eine Art ausgemusterter Exerziermeister konzipiert, zugeknöpft, bärbeißig. Doch dann tauchte Jerry McGill auf, und als Stephen Simon ihn hatte sprechen hören, schüttelte er nur den Kopf und gab zu verstehen, dass die Figur wohl noch einmal überarbeitet werden musste.
Jerry ist querschnittsgelähmt und auf seinen elektrischen Rollstuhl angewiesen, aber wer ihm einmal begegnet ist, sieht ihn nicht mehr als behindert. Er wurde noch zweimal zum Vorsprechen geladen, bis Stephen ihn selbst anrief, um ihm mitzuteilen, dass er die Rolle bekommen habe.

Es war einer der spannendsten Augenblicke, die ich je bei einem Casting erlebt habe, als Jerry für die Rolle des Lagerleiters Oscar vorgesprochen hatte und den Raum wieder verließ. Es war einer dieser Augenblicke, in denen keiner ein Wort sagte, vollkommene, gebannte Stille. Schließlich Stephen, der mich ungläubig ansah: „Damit ist erst einmal alles, was ich mir über diesen Lagerleiter vorgestellt hatte, den Bach runter.“
Das war ein so besonderer Augenblick, weil Jerry in der Tat keinen Grund zu der Annahme hatte, er sei der Richtige für diese Rolle – ganz im Gegenteil. Es ist nun mal so, dass beim Casting zuerst auf den Typ geschaut wird. Wenn jemand „überhaupt nicht der Typ“ für eine bestimmte Rolle zu sein scheint, wird er kaum je in Betracht gezogen.
Nur dass Jerry diese Kriterien einfach vom Tisch fegte. Und für Stephen sei gesagt, dass unser Produzent und Regisseur es schaffte, für alle Möglichkeiten offen zu bleiben, als Jerry im Rollstuhl hereinkam. So konnte es zu diesem magischen Augenblick kommen, den wohl keiner von uns je vergessen wird. Der wirkliche Lagerleiter war weder farbig noch körperlich behindert gewesen. Stephen kümmerte das nicht. „Der Typ ist wirklich ein guter Schauspieler“, sagte er. „Er hat die Rolle.“
Das ist es, was ich am Regisseur Stephen so schätze. Er lässt selbst das Undenkbare erst einmal gelten, so war es auch bei Zillah Glory gewesen. Eine junge Dame mit null Filmerfahrung. Das mag bei einer kleinen Hintergrundrolle, in der einen sowieso außer der eigenen Familie niemand bemerkt, noch hingehen, aber wenn man gleich mit einer tragenden Rolle anfangen soll, ganz in vorderster Linie und zusammen mit dem Hauptdarsteller strategisch entscheidenden Szenen, dann ist das schon etwas ganz anderes.
Stephen störte es nicht, dass Zillah unerfahren und Jerry „nicht der Typ“ war. Er griff beherzt zu und castete beide. Ich sah mir das alles staunend an und pfiff nur leise durch die Zähne. Ergebnis: bravouröse Leistung in beiden Fällen.

Stephen sagt über Jerry: „Es gibt bei John Lennon, glaube ich, eine Zeile, die ungefähr so geht: ‚Leben ist das, was dir passiert, während du eifrig andere Pläne schmiedest.’ Jerry war denkbar schlecht für die Rolle des Oscar geeignet, wie sie im Drehbuch konzipiert war. Als Jerry hereinkam, war ich erst einmal völlig ratlos, aber mir fiel auf, dass plötzlich eine andere Dichte in der Luft lag. Irgendetwas Besonderes war hier los. Jerry las die Rolle, und wir waren allesamt wie vor den Kopf geschlagen. Er hat etwas unaufdringlich Würdevolles, das wunderbar zu seinem köstlichen Humor passt. (Der kleine Seitenhieb auf die ‚Putzfrau’ für die sanitären Anlagen stammt von ihm und wurde sofort ins Drehbuch eingearbeitet.) Wir sprachen natürlich auch über andere mögliche Darsteller für die Rolle, kamen aber immer wieder auf Jerry zurück. Es war nicht zu übersehen, wir mussten die Rolle ganz neu konzipieren. Das war einer der ganz magischen Momente bei der Arbeit an diesem Film; beim Casting sowieso. Jerry schneit herein und ‚besetzt’ buchstäblich diese Rolle, einfach so.“
Was er als Schauspieler wert war und als Mann schultern konnte, bewies Jerry Einstellung für Einstellung, Stunde für Stunde in diesem höchst unwohnlichen, kalten Umfeld, in dem seine Szenen als Lagerleiter gedreht werden mussten. Wer ihm dabei zusah, der wusste, dass er etwas wirklich Sehenswertes ablieferte.

Jerry McGill wurde mit 16 Jahren das jüngste Mitglied des National Theatre Workshop of the Handicapped, als er zusammen mit dem jungen Christopher Reeve als Tiny Tim in einer Benefizvorführung von Charles Dickens’ A Christmas Carol auftrat. Er war der erste behinderte Schauspieler, der bei der in Manhattan ansässigen Theatertruppe 52nd Street Project mitwirkte. Als Schauspieler, Autor und Filmemacher spielt Jerry eine gewichtige Rolle für Bestrebungen, mehr behinderte Menschen in allen Bereichen der darstellenden Kunst auftreten zu lassen. 

go-to-top

RUTH DeSOSA (Georgia)
Ruth de Sosa is a multi-lingual Air Force "kid" who went to thirteen schools and 2 universities in the US and abroad. Her travels kept her very interested in different cultures and languages and also fueled her desire to communicate through acting.

She began her professional career in the theater, working for 9-years and performing in back-to-back shows, playing diverse roles from drama to comedy/dramedy and back again.

Currently, Ruth is working regularly in all theatrical mediums: voice-over, stage, film, TV, cartoons and commercials. One of her favorite roles was playing Young Indiana Jones' mother, in George Lucas' TV series The Young Indiana Jones Chronicles.

Ruth resides in the multi-cultural Historic West Adams district of Los Angeles in a 1909 craftsman home, which will soon be listed in Los Angeles' Historic Register.  

go-to-top

Crew

STEPHEN SIMONSTEPHEN SIMON (Director / Producer)
Stephen Simon ist Hollywood-Veteran, Produzent, Regisseur und Autor. Er produzierte in Hollywood
über 20 Filme, darunter BODY OF EVIDENCE von Uli Edel und den 1998 Oscar® gekrönten Film HINTER DEM HORIZONT mit Robin Williams.
Seine Leidenschaft Filme zu machen, die sich mit spirituellen Themen befassen, führte ihn zur Gründung des Spiritual Cinema Circle, und er gilt heute als führender Vertreter des neuen Filmgenres „Spiritual Cinema“.
Weitere Info: Stephen Deutsch und Stephen Simon sind ein und dieselbe Person. Deutsch war der Nachname von Stephen Simons Stiefvater, ebenfalls ein Hollywoodproduzent. Stephen Simon hat diesen Namen immer wieder verwendet.  

go-to-top

NEALE DONALD WALSCHNEALE DONALD WALSCH  (Autor)
Neale Donald Walsch arbeitete als Journalist und
Verleger, war Programmdirektor eines Rundfunksenders,
Pressesprecher und gründete eine erfolgreiche
Werbe- und Marketingfirma.
Er ist der Autor von 15 Büchern über Spiritualität und
deren Anwendung im täglichen Leben, einschließ lich
der Bestseller-Trilogie GESPRÄCHE MIT GOTT. Auf
der ganzen Welt erhältlich und in 34 Sprachen übersetzt, führten die ersten fünf GmG-Bücher die New York Times Bestseller-Liste an. GESPRÄCHE MIT GOTT – EIN UNGEWÖHLICHER DIALOG (BAND 1) sogar für mehr als zweieinhalb Jahre.
In Deutschland haben sich seine Bücher 1,5 Millionen Mal verkauft. Band 1 stand auf den Spiegel-, Zeit- und Esoterik-Bestsellerlisten und ist eines der meistverkauften Bücher überhaupt.
Heute widmet sich Walsch ganz der Aufgabe, die Botschaften seiner Bücher durch Publikationen, Vorträge und Retreats für spirituelle Erneuerung zu verbreiten. Er gründete die „School of the New Spirituality!“, das „Humanity´s Team“ und rief die „Group of 1000“ ins Leben, eine Non-Profit-Organisation, die weltweit spirituelles Erwachen vorantreiben möchte. Walsch lebt mit seiner Lebensgefährtin in Ashland, Oregon. 

go-to-top

GAY HENDRICKSGAY HENDRICKS (Executive Producer)
is the author of twenty-plus books in the areas of relationships, business and personal transformation, including such bestsellers as Conscious Loving and The Corporate Mystic. With his wife of twenty-five years, Dr. Kathlyn Hendricks, he has co-founded several organizations, including The Hendricks Institute, www.hendricks.com, which offers seminars in relationship transformation and body-mind wellness.

Dr. Hendricks, along with Stephen Simon, is one of the founders of The Spiritual Cinema Circle, www.spiritualcinemacircle.com, which offers inspiring features, shorts and documentaries to members around the world each month. 

go-to-top

ERIC DELABARREERIC DELABARRE (Screenwriter)
began his career with Executive Producer Dick Wolf on NBC's Law & Order. After six years with Law & Order , Eric left Universal Television to become a freelance writer/director. He went on to write, produce and direct “ Stop the Cycle,” a national anti-smoking commercial for the American Lung Association.  Subsequently, DelaBarre was nominated for Best Director in the national commercial category for the ITS Monitor Award.

In 1999, he wrote, produced, and directed his debut film Kate's Addiction and was awarded Filmmaker of the Future at the Newport Beach International Film Festival. His work has been seen on HBO, Cinemax, Showtime, Starz, Encore, and the USA Network.

More recently, DelaBarre's debut book, Why Not: Start Living Your Life Today has been endorsed by NY Times best-selling authors Mark Victor Hanse and John Gray as well as ABC News, Awareness Magazine and Publisher's Weekly.   

go-to-top

VIKI KINGVIKI KING (Creative Consultant)
was actively involved from the very beginning of development of the script through the production and launch of the film.

Viki is a leading consultant in Hollywood. She is the author of the best-selling industry standard book “How To Write A Movie in 21 Days – The Inner Movie Method (HarperCollins). As well as her clientele of Hollywood elite she is consultant to many influential world leaders including Nobel Prize Scientists, best-selling authors, CEO's and international political and spiritual figures.

She began her media work with an award-winning children's program for PBS, then she became the first camerawoman for NBC, lectured at the most prestigious film schools NYU, UCLA and USC, and wrote for primetime television. Viki is currently completing her next book and CD series. 

go-to-top

Dennis Connors (Aufnahmeleiter)
Ein Schmunzeln machte die Runde unter den Schauspielern und Produktionsmitarbeitern, als Dennis Connors zur Rolle des Arbeiters am Presslufthammer verdonnert wurde, der Neale zur Verzweiflung treibt, weil er gerade an dieser Stelle neben einem im Freien stehenden öffentlichen Telefon auf einen wichtigen Rückruf wegen eines Jobangebots wartet. Es lag nahe, Dennis für diese Rolle zu casten. Seine Firma heißt Jackhammer Films.
Dennis’ Geschichte ähnelt der vieler anderer, die an der Produktion der Gespräche mit Gott beteiligt waren. Sie trafen die bewusste Entscheidung, den Zentren der Unterhaltungsindustrie den Rücken zu kehren und die Familie mehr in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. Dennis’ Produktionsfirma war auf dem weltweiten Markt der Markenwerbung fest etabliert, aber das irre Tempo solch einer Lebensweise wurde ihm schließlich unerträglich. Heute, zwölf Jahre weiter, lebt er in Ashland und ist heilfroh über diesen Entschluss. Jackhammer Films hat für Gespräche mit Gott das Produktionsmanagement übernommen.
Da Produktion und Regie in einer Hand lagen, bei Stephen Simon, war es für die Ausführung aller Produktionsdetails überaus wichtig, Dennis bei den eigentlichen Dreharbeiten und im Büro zur Verfügung zu haben. Dennis sorgte für alles, was am Set so anfiel, so dass Stephen sich ganz auf die Arbeit mit den Schauspielern, Kameraleuten und Regieassistenten konzentrieren konnte.

„Wie hätten wir diesen Film ohne einen starken Aufnahmeleiter wie Dennis machen sollen, der sich wirklich auskennt?“, sagt Stephen. „Alles Ausführungsdetails für einen Film im Auge zu behalten und dabei auch noch Regie zu führen ist unmöglich, also habe ich davon so viel wie möglich an Dennis und unseren Produktionsleiter Gary Kout abgegeben. Dass der Film im Zeitplan und im Finanzrahmen blieb, zeugt für Dennis’ Fähigkeit, dutzende logistische Probleme gleichzeitig zu managen. Er ist außerdem ein optimistischer, warmherziger Typ; alle wussten, dass er auf jeden achtete. Ich werde ihm nie vergessen, wie er unsere gemeinsame Leidenschaft hochhielt. Irgendwie brachte er es auch immer fertig, unsere Planungen für den Montag so zu deichseln, dass wir wenigstens die zweite Hälfte des Football-Matches am Montagabend sehen konnten.“
 

go-to-top

Gary Kout (Produktionsleitung)
Die Aufgabenbereiche des Aufnahmeleiters und des Produktionsleiters überschnitten sich bei Gespräche mit Gott vielfach, aber Gary Kout war die oberste Instanz für alle Verwaltungsfragen und vor allem die Etatkontrolle. „Gary hat die Aufgabe, nein zu sagen, wenn wir für irgendetwas mehr Geld wollen“, sagt Dennis.
Stephen ergänzt: „Das Produktionsteam braucht immer irgendwen, der jeden Dollar mehrmals umdreht und genau überlegt, wofür er ausgegeben werden kann. Gary hat sogar jeden Penny mehrmals umgedreht – einer der wichtigen Gründe dafür, dass wir unser Budget nicht überzogen haben.“
Gary vergleich die Organisation einer Filmtruppe mit einem Wagenrad: Felge und Lauffläche sind die Welt des Regisseurs, wo alle Talente und Fähigkeiten zusammenkommen. Die Speichen sind die einzelnen Abteilungen, die oft nicht direkt miteinander kommunizieren. In der Mitte sitzt als die Nabe des Ganzen das Produktionsbüro, das alles koordiniert. Gary kann wie Dennis auf einen reichen Erfahrungsschatz als Produktionsleiter zurückgreifen – Werbespots, Musikvideos, Dokumentar- und Spielfilme.
1996 nahm sich Gary eine Pause von der Filmarbeit und rührte auf einer Motorradtour von Los Angeles nach Feuerland die Werbetrommel für die American Cancer Society und Save the Children. 2001 engagierte er sich in ähnlicher Weise für Aidskranke, diesmal per Fahrrad. 2003 kam dann der Umzug von Los Angeles nach Ashland, damit seine beiden Töchter in einer gesünderen Kleinstadtumgebung aufwachsen konnten. Und auch dies ist bei Gary ähnlich wie bei Dennis: Er möchte seine Erfahrung und seinen Kunstsinn in das spirituelle Kino einbringen. Eine Leidenschaft für das Leben verbindet sie, und beide beweisen, dass Leben und Arbeit einander nicht ausschließen müssen. Dafür spricht auch die wachsende und überaus lebendige Gemeinschaft der Filmschaffenden im südlichen Oregon.  

go-to-top

SHERRIL SCHLESINGER (Film Editor)
began working in film in the mid ’80s in South Africa, Zimbabwe and Namibia. In the budding industry of Southern Africa she got to work in many arenas of film, both in production and post-production on international and local features.

In 1990 Schlesinger relocated to Los Angeles and has worked as an editor, visual effects editor and post production coordinator/supervisor on features, documentaries and a stint cutting theme park films which involved working with 70mm circle vision, and 3D-animation, and included It’s Tough To Be A Bug (It’s A Bug’s Life spinoff) for Disney and Pixar. 

go-to-top

EMILIO KAUDERER (Composer)
Latin-Grammy award winner Emilio Kauderer’s film credits include the score Culture Clash in AmeriCCa directed by Emilio Estevez; God by Momo, directed by Leo Ricagni (Mojo-A Band Apart) and A Place in the World, Oscar Nominee as Best Foreign Film.

In collaboration with Stewart Copeland, Kauderer composed the main title song and additional music for Showtime’s “Dead Like Me” series, a 2004 Emmy nominee for best score.

Kauderer was also the recipient of The Sundance Institute’s fellowship to the Composer’s Lab. He was honored by the New York’s Jewish Heritage Museum, who selected him as the composer of the music for main exhibit piece. 

go-to-top

JOAO FERNANDES (Production Designer)
left academia for show business after earning a graduate degree researching dolphin intelligence and the nature of consciousness.  She worked as an art director, set decorator, scenic artist, and sculptor on over thirty feature films including THE ABYSS, PACIFIC HEIGHTS, WHAT THE BLEEP DO WE KNOW, INDIGO, ROSE RED, ARMY OF DARKNESS and ALAN QUARTERMAIN AND THE LOST CITY OF GOLD .  She also worked on the popular television series “The Wonder Years”, as well as Madonna's controversial music video for the hit single “Like a Prayer”. 

go-to-top

MURIEL STOCKDALE (Kostüme)
Muriel Stockdale kann beispielhaft für die Vielfalt der Talente stehen, die sich zum spirituellen Kino hingezogen fühlen. Sie ist Mitbegründerin und Leiterin des Institute for Spiritual Entertainment in New York (ISE-NY), zu dessen Entstehung Stephens Tour für das spirituelle Kino den Anstoß gab. 2005 holte ISE-NY Stephen zu seinem ersten Filmfestival nach New York. Hier fanden vier Tage lang Diskussionen und Workshops statt, und es gab Gelegenheit zum Austausch für alle „praktisch oder künstlerisch in sämtlichen Bereichen der Unterhaltung, des Films, des Theaters, der Medien und der Kommunikation Tätigen, die sich das Ziel gesetzt haben, positive und spirituell aufbauende Unterhaltung zu konzipieren und umzusetzen“.
Zu unserem Filmprojekt steuerte Muriel 26 Jahre Erfahrung als Kostümdesignerin bei. Ihre Arbeit ist in Film, Fernsehen und auf der Bühne zu sehen, sie wird von Disney, NBC, CBS, PBS, ABC und anderen Unternehmen gern in Anspruch genommen. Sie gehörte auch lange Zeit zum Lehrkörper der Tisch School of Arts an der New York University.
Muriels nächstes Projekt ist die Regie bei einem Dokumentarfilm über die spirituelle Vielfalt einer Großstadt: New York City Spirit. Vor den Dreharbeiten zu Gespräche mit Gott, als wir noch dabei waren, Besetzung und Stab zusammenzustellen, zeigte sie uns den Film und erntete begeisterten Jubel.

Stephen sagt über Muriel: „Muriel hatte eine unglaublich knifflige Aufgabe. Wir brauchten für den Film Kleidung, die völlig natürlich aussehen musste, keinesfalls nach Design. Und diese Aufgabe hat sie großartig bewältigt. Wenn man sich Fitch und Chef einerseits und Leora und Carly andererseits ansieht, erkennt man gleich die Handschrift einer echten Künstlerin. Außerdem gehört Muriel zu den Menschen, denen es wichtig ist, das spirituelle Kino als ein eigenes Genre zu etablieren, und man sieht ihr an, dass sie von dieser Passion ganz erfüllt ist. Ganz sicher war sie eine unserer Göttinnen, eine, zu der man nicht nur als Kostümbildnerin geht, sondern auch, wenn man Liebe und Rückenstärkung braucht.“

Die rasante Gangart und das Wetter haben die Arbeit an Gespräche mit Gott zu einer durchaus anspruchsvollen Aufgabe gemacht. Thermowäsche, Regenkleidung, Handschuhe und Handwärmer mussten immer bereitliegen. Jede Kostümvariante musste fotografisch dokumentiert werden, damit keine Brüche entstanden. Martha Hines, die am Set verantwortliche Kostümbildnerin, musste ständig sämtliche Kleidungsdetails im Auge haben. Die Kostümassistentin Angela Hill und die Produktionshelfer vervollständigten das Garderobenteam.

Der Garderobenwagen ist für Muriel ein „alchemistischer Schmelzofen“, der die Schauspieler, aber auch die Helfer verwandelt. Ihr ist klar, dass man als Kunstschaffender im Bereich spirituelle Unterhaltung eine gewaltige Verantwortung gegenüber dem Publikum hat: Wer auf diesem neuen Feld der Filmkunst tätig ist, muss dafür sorgen, dass ihm die Intention jederzeit klar vor Augen bleibt.
Für den Film-Neale entwarf Muriel einen ganz natürlichen Look in Grau- und Blautönen, die Henry Czernys blaue Augen sehr schön unterstreichen. Sunny sah sie als eine geheimnisvolle Göttin und konzipierte für Ingrid Boulting entsprechend eine fließende, mehrschichtige Linie im Rot-Orange-Bereich der Farbpalette.
An einem besonders anstrengenden Tag, an dem die Arbeit kaum noch zu bewältigen schien, bekam Muriel von Ingrid einen polierten herzförmigen Stein geschenkt. Auch Viki schenkte ihr einen Stein, einen einfachen rötlichen, und sagte: „Jetzt kannst du ihn vervollständigen.“ Muriel rätselte, wie das wohl gemeint sei. Dann verglich sie die beiden Steine, und jetzt erschien ihr Vikis Stein als der unpolierte Teil von Ingrids Herz-Stein. Damit war auch die ermutigende Botschaft klar: Mit klarer Intention muss Vollkommenheit nicht schwierig sein und kann sich auf überraschende Weise einstellen. „Ein gewöhnlich und unfertig wirkendes Leben polieren“ – das ist sicherlich ein passendes Motto für eine Kostümdesignerin und jeden spirituellen Filmemacher.

 

go-to-top

Renee Prince (Produktionsdesign)
Als Verantwortliche für alle Ausstattungsdetails bei der Produktion der Gespräche mit Gott hatte Renee Price einen recht ungewöhnlichen Werdegang. Ihre Berufslaufbahn begann nach einem naturwissenschaftlichen Studium mit Forschungen an Delfinen. Nach ihrer Ansicht leben Delfine die Goldene Regel der Bibel, und die Botschaft, die sie letztlich vermitteln, lautet: Liebe. „Wenn du mit Delfinen im Wasser bist, erlebst du die reinste Freude“, sagt sie. Das naturwissenschaftliche Verfahren wurde ihr jedoch immer suspekter, als sie für die US-Navy arbeitete und hier erleben musste, wie das liebevolle Wesen der Delfine auf eine für sie unerträgliche Weise pervertiert wurde. Als die ersten Delfine in völliger Verstörung verendeten, stieg sie demonstrativ aus dem Projekt aus.
Sie war dreißig, als ihr auffiel, dass ihr dreidimensionales Vorstellungsvermögen auch künstlerische Anwendungsmöglichkeiten bot – Zeichnen, Malerei, Plastik. Schließlich begann sie in der Filmszene von Portland als Ausstatterin zu arbeiten. Seit den Delfin-Erlebnissen hatte sie jedoch immer das Gefühl gehabt, mit Gott „über Kreuz“ zu sein. Dann ergab sich bei der Arbeit für Gespräche mit Gott ein „zufälliges Zusammentreffen“, das sie als persönlich sehr bedeutsam empfand. Als sie nämlich in der Vorbereitungszeit, die Filmcrew stand da schon weit gehend fest, mit Stephen sprach, eröffnete sich plötzlich eine Lücke, und ihr wurde der Posten als Leiterin der Ausstattung angetragen, auf dem sie unter anderem auch die sieben für Ausstattung, Requisite und Dekoration vorgesehenen Mitarbeiter zu rekrutieren hatte.
„Bei Stephen“, sagt sie, „wird das, was in dir steckt, irgendwie realisiert.“

Jetzt muss ich etwas ausplaudern, obwohl ich weiß, dass Renee mich dafür wahrscheinlich umbringen könnte. Sie war kurz vor den Dreharbeiten, aber auch während des ersten Teils sehr krank. Noch bettlägerig fasste sie den Entschluss, dieses Projekt zu Ende zu führen. Sie wusste, dass sie in diesem fortgeschrittenen Stadium nicht mehr leicht zu ersetzen sein würde, und sie wusste: „The show must go on.“ Kurzum, sie war da und sie schaffte es, und kaum jemand kann auch nur ahnen, was sie dafür an Kraft, Engagement und Stehvermögen aufbieten musste. Tapferes Durchhalten, so altmodisch, so gut.
Dann ist sie natürlich außerdem eine sehr talentierte Frau von enormem künstlerischem Feingefühl. Aber mir ist jetzt klar, dass sie vor allem ein besonderer Mensch ist und wusste, dass mehr auf dem Spiel stand als das Weitergehen der Show. Die Gespräche mit Gott haben Renee persönlich tief berührt und angesprochen. Und eben zu Gott zurückgeführt. So war es einfach selbstverständlich, dass sie sich durch nichts davon abhalten lassen würde, das Ihre dazu beizutragen, dass die Botschaft der Bücher noch weitere Verbreitung fand. Die Arbeit an diesem Film war für Renee wie für viele andere nicht einfach ein Job, sondern ein Auftrag.

„Renee ist eine der Heldinnen des Films, die im Hintergrund bleiben“, sagt Stephen. „Dass sie diesem Film mit ihrem schmalen Budget eine so reichhaltige und detaillierte Note zu geben vermochte, grenzt an ein Wunder. Darüber hinaus ist Renee eine unermüdliche, höchst engagierte Künstlerin, die sich von der ersten bis zur letzten Minute jedes Tages rückhaltlos einsetzt. Ich kann von Glück sagen, dass ich sie gewinnen konnte. Ich weiß nicht, wie ich ohne sie ausgekommen wäre.“

Renee ist an ganz unterschiedlichen Projekten als leitende Szenenbildnerin sowie als Modellbildnerin für Spezialeffekte beteiligt gewesen. Um nur einige Beispiele zu nennen: Abyss, Quartermain II: Auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt, Armee der Finsternis, Die fabelhaften Baker Boys und Nightmare 5: Das Trauma. Sie besitzt die Fähigkeit, sich jedes künstlerischen Mediums zu bedienen, um die szenischen Vorstellungen eines Regisseurs umzusetzen, und hat sich damit im Kinofilm einen festen Platz als Produktionsdesignerin erobert. 

go-to-top

Laney D’Aquino (Ausstattung, Szenenbild)
Laney D’Aquino ist als Verantwortliche für die Szenenbauten häufig zusammen mit Requisiteur Austin Van Campen zu sehen, wie sie zwischen den Drehorten und ihrem Fundus hin und her laufen, um bei einer Einstellung eventuell auftretende visuelle Störungen zu beheben. Laney lässt zunächst den emotionalen Inhalt einer Szene auf sich wirken und sieht sich dann die Kameraposition genau an, um schließlich bei den Proben alle Einzelheiten des Szenenbilds noch einmal Punkt für Punkt zu überprüfen. Ihre Aufgabe ist es, für visuelle Probleme Lösungen zu finden, und sie möchte auf keinen Fall, dass ihre Abteilung die Produktion verzögert. Wie bekommt man diesen kritischen Blick fürs Detail?
„Den erarbeitet man sich“, lautet ihre Antwort. „Du schaust dir genau an, wie Filmszenen aussehen und wie jede Einstellung eingerichtet und gedreht worden ist – jahrelang.“

„Laney“, sagt Stephen, „war die Person am Set, an die Joao und ich uns jederzeit mit den abenteuerlichsten Dekorationswünschen wenden konnten – unfehlbar hat sie das Notwendige dann hergezaubert. Außerdem hat sie in der Vorproduktionsphase auch noch als unsere Drehbuchzeichnerin fungiert. Sie saß an die hundert Stunden mit Joao, Jeff Bates (unserem Spezialisten für visuelle Effekte) und mir zusammen, als wir jede Einstellung des Films auf einer Tafel entwarfen. Laney beobachtete genau, wie wir die Shots aufbauten, und dann ging sie und zeichnete uns praktisch jede Aufnahme des Films. Für einen Regisseur und den Leiter der Bildregie bedeutet Planung alles, insbesondere bei einem Film, für dessen Gestaltung du gerade einmal 25 Tage hast, aber ohne weiteres auch 30 oder 40 brauchen könntest. Um also deinen Drehplan einhalten zu können, benötigst du unbedingt einen detaillierten Einstellungsplan für jede Szene, bevor du auch nur mit den Dreharbeiten anfängst. Laney nahm sich diese Einstellungslisten und lieferte die unglaublichste zeichnerische Umsetzung des Drehbuchs, die ich je gesehen habe. Und all das mit diesem Lächeln, das ihr Markenzeichen ist. Sie gehört sicher zu den positivsten Menschen, die ich kenne. Ihre Haltung hat während der hundert Stunden, die wir da zusammenhocken mussten, sicher nicht geschadet!